Ernst Rietschel, am 15. Dezember 1804 in Pulsnitz geboren, war einer der bedeutendsten Bildhauer des 19. Jahrhunderts und Begründer der Dresdner Bildhauerschule.
Seine bekanntesten Werke sind das Lutherdenkmal in Worms, die Lessingstatue in Braunschweig und das Doppelbildnis von Goethe und Schiller in Weimar. Sein Geburtshaus steht in Pulsnitz und wird seit dem Jahr 2000 als Galerie vom Ernst-Rietschel-Kulturring e. V. genutzt. Zirka sechs Ausstellungen der Bildenden Kunst zeigt der Verein jährlich. Neben der Galerie beherbergt das Geburtshaus die Walter-Nessler-Stiftung mit mehr als tausend Kunstwerken. Walter Nessler emigrierte 1937 von Dresden nach London, wo er 2001 verstarb. Seine Werke zeugen neben ihrer künstlerischen Qualität von der Geschichte der Emigration deutscher Künstler im 20. Jahrhundert. Nach Anmeldung können die Werke besichtigt werden, ein Jahresprogramm kann über die Galerie bestellt oder im Internet abgerufen werden.
Am Geburtshaus Ernst Rietschels erinnert eine Gedenktafel mit den Lebensdaten an den Bildhauer. Eine Sandsteintafel über dem Hauseingang ist von Ernst Rietschels Hand. Sie trägt die Inschrift:
"Unsere Hülfe steht im Namen des Herrn".
Galerie im Geburtshaus Ernst Rietschel
Träger: Ernst-Rietschel-Kulturring e.V.
Rietschelstraße 16
01896 Pulsnitz
Tel. 03 59 55/4 23 18
www.ernst-rietschel.com
www.nessler-stiftung.de
Der Perfert ist die einzige noch erhaltene Anlage aus der Zeit um 1420 in unserer Gegend. Während der Hussiteneinfälle 1429 diente das Gebäude den Pulsnitzern als Zufluchtsstätte und Speicher. Heute befindet sich darin eine kleine Ausstellung von bäuerlichem Gerät. Er ist über die Bachstraße zu erreichen. Besichtigungen organisiert die Pulsnitz-Information auf Anfrage. Für Kinder geeignet.
Anmeldung in der Pulsnitz-Information
Am Markt 3, Tel 03 59 55/4 42 46
Mail: info@kultur-tourismus-pulsnitz.de
Ebenfalls auf der Bachstraße, an der Fassade des Hauses Nr. 24, ist eine steckengebliebene Kanonenkugel aus den Napoleonischen Befreiungskriegen noch heute zu sehen.
Im Jahre 1934 gründete der Kaufmann und Astronom Johannes Classen ein privates Forschungsinstitut, die Sternwarte Pulsnitz. Mit einem 4,7 m langen Linsenfernrohr, einem Merzschen Refraktor (Objektivöffnung 270 mm, Brennweite 3820 mm) beobachtete und fotografierte er den Sternenhimmel. Er legte eine Meteoritensammlung an und veröffentlichte die Ergebnisse seiner Forschung in der Fachpresse und wissenschaftlichen Publikationen. Die heute museale Einrichtung gibt einen Einblick in die Arbeitsweise einer Sternwarte vor 80 Jahren und steht Besuchern auf Anfrage hin offen.
In einer einstündigen Veranstaltung „Madame Rosas heitere Ansichten zur Astronomie“ plaudert die Komödiantin Uta Davids über Fernrohre, Sterne und Steine, die vom Himmel fallen. Das bietet abwechslungsreiche, charmante Unterhaltung mit wissenschafts-historischem Hintergrund.
Puppentheater
Das Puppentheater befindet sich neben der Sternwarte. Im Winterhalbjahr stehen Handpuppenspiele für die kleinsten Zuschauer auf dem Spielplan. Märchen, Sagen und Geschichten bilden den Mittelpunkt der Inszenierungen für Familien- und Kinderpublikum. Gespielt wird mit Gliederpuppen, Maskenfiguren und Marionetten. Unter den Händen der Puppenspielerin erwachen sie zum Leben. Für Erwachsene sind spezielle Madame-Rosa-Programme im Repertoire. Der Zuschauerraum ist fantasiereich ausgemalt und dekoriert. Ein alter Ofen und Räucherwerk schafft zudem eine wohlige Atmosphäre.
Madame Rosa, eine historische Figur und Pulsnitzerin von 1900 begleitet Stadtrundgänge mit ihren „Geschichten aus dem Etui“. Sie tritt im Kostüm der Jahrhundertwende langer Rock, Hut, Schirm und Handtasche vor ihr Publikum und führt zu den wichtigen Plätzen der Stadt.
Aktuelle Termine und weitere Informationen unter www.madame-rosa.de.
Historische Sternwarte Pulsnitz
Madame Rosa - Puppentheater
Großröhrsdorfer Str. 27
01896 Pulsnitz
utdmail@web.de
Telefon: 035955 / 73410
Vor dem Schützenhaus steht eine Postmeilensäule. Sie diente einst der Orientierung und Distanzangabe, heute gehört sie zum wertvollen Kulturgut. Der Originalschriftblock der alten Postmeilensäule von ca. 1730 steht restauriert im Rathauseingang.